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Continentale-Studie 2003 zur Krankenzusatzversicherung:
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Dortmund. Welche Menschen schließen eine private Krankenzusatzversicherung ab? In der Regel die, die gut informiert und mit dem Gesundheitswesen unzufrieden sind. Das ist ein Ergebnis der heute veröffentlichten Continentale-Studie 2003. Die Continentale erforscht bereits seit 4 Jahren die Einstellung der Bevölkerung zur gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. In diesem Jahr wurden in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Emnid bundesweit 1.247 Personen im Alter ab 25 Jahren befragt.
Weitere Ergebnisse der Studie:
Nicht einmal jeder fünfte gesetzlich Versicherte weiß, dass die Leistungen einer privaten Zusatzversicherung ein Leben lang garantiert sind - ein Zeichen für Uninformiertheit. Damit wurden die Ergebnisse der bisherigen Continentale-Studien bestätigt. Für die Entscheidung, sich mit privatem Zusatzschutz bessere Leistungen im Krankheitsfall zu sichern, ist die Informiertheit aber ein sehr bedeutender Faktor. Informierte Menschen sind an vielen Leistungen von Zusatzversicherungen besonders interessiert - zum Beispiel bei Vorsorgeuntersuchungen - und würden auch überdurchschnittlich viel Geld in die private Absicherung investieren: mehr als 40 Prozent über 20 Euro jeden Monat.
Ebenfalls besonders groß ist das Interesse an Zusatzversicherungen bei den gesetzlich Versicherten, die mit dem Gesundheitswesen nicht mehr zufrieden sind - und das ist unter dem Aspekt Preis inzwischen schon mehr als die Hälfte. Die Unzufriedenheit hat sich im Jahr 2003 nach einem beständigen Anstieg in den vergangenen Jahren auf hohem Niveau verfestigt. 51 Prozent der gesetzlich Versicherten sind mit dem Preis des Gesundheitswesens unzufrieden, 37 Prozent mit den Leistungen, das entspricht in etwa den Werten des Jahres 2002. Allerdings sagen 44 Prozent der gesetzlich Versicherten, sie seien unzufriedener als im Vorjahr; nur 2 Prozent sind zufriedener.
Eine Ursache für die Unzufriedenheit sind Leistungseinschränkungen. Bereits 37 Prozent der gesetzlich Versicherten mußten Einschränkungen hinnehmen - ihnen wurden Leistungen ganz oder teilweise verweigert oder sie sollten sie selbst bezahlen. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Diese Gruppe ist deutlich unzufriedener als der Bevölkerungsdurchschnitt. 55 Prozent sind mit den Leistungen unzufrieden, 66 Prozent mit dem Preis. Besonders oft sind Frauen von Leistungseinschränkungen betroffen.
In Gegensatz zu gesetzlich Versicherten sind die Privatversicherten überwiegend zufrieden. 77 Prozent sind mit den Leistungen der privaten Krankenversicherung zufrieden, das sind 4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 62 Prozent sind es beim Preis, 3 Prozentpunkte mehr als 2002. Entgegen der vorherrschenden Meinung sind die älteren Privatversicherten sogar besonders zufrieden mit dem Preis der Privatversicherung; bei den über 60-Jährigen sind es 77 Prozent.
Trotz der großen Uninformiertheit ist das Interesse der gesetzlich Versicherten an privatem Zusatzschutz sehr groß. An der Spitze liegen dabei aber weniger die gewohnten Leistungen von Zusatzversicherungen, wie 1-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder Krankenhaustagegeld, sondern moderne Leistungen bei Zahnersatz, Vorsorgeuntersuchungen, Krankengeld und freie Krankenhauswahl. An diesen Leistungen sind zwei Drittel und mehr der gesetzlich Versicherten interessiert. Und das, um die schon seit Jahren bestehenden Einschränkungen, etwa bei Zahnersatz und Vorsorgeuntersuchungen, auszugleichen, nicht um den möglichen Einschnitten durch die Gesundheitsreform entgegen zu wirken.
Krankenzusatzversicherungen sind den Deutschen einiges wert: Durchschnittlich 16 Euro pro Monat würden sie für sich selbst investieren. Rund ein Drittel der gesetzlich Versicherten würde mehr als 20 Euro pro Monat ausgeben. In Familien ist die Ausgabebereitschaft deutlich höher: Sie liegt durchschnittlich bei mehr als 20 Euro im Monat. Immerhin 15 Prozent der Familien würden sogar mehr als 50 Euro ausgeben. Ein Zeichen dafür, wie wichtig den Menschen heute eine gute Gesundheitsversorgung ist.
Und welche Zusatzversicherung ist die richtige? Bei der Antwort auf diese Frage stehen für die Bevölkerung Kosten nicht an erster Stelle. Nur 12 Prozent bezeichnen sie als entscheidendes Kriterium bei der Auswahl einer Zusatzversicherung. Für 42 Prozent ist die Stabilität der Beiträge das wichtigste Kriterium, für 41 Prozent der Leistungsumfang. Das wird durch praktische Erfahrung bestätigt: Für diejenigen, die bereits eine Zusatzversicherung abgeschlossen haben, ist der Leistungsumfang sogar besonders wichtig (51 Prozent), die Höhe des Beitrags hingegen besonders unwichtig (10 Prozent).
Die komplette Continentale-Studie 2003 ist - wie auch die Studien der vergangenen Jahre - im Internet unter www.continentale.de abrufbar, einschließlich genauer Angaben über die Soziodemographie und die Formulierung der Fragen. Dort stehen auch einzelne Ergebnisse als Grafik zur Verfügung. Ebenfalls auf www.continentale.de wird über die Zusatzversicherungen der Continentale informiert, die auch auf den Befragungsergebnissen beruhen und die Interessen eines Großteils der Bevölkerung berücksichtigen.