Deutsche glauben: Gesundheitsreform schadet Versicherten
Umfrage der Continentale Krankenversicherung - 78 Prozent rechnen mit Verschlechterung ihrer Lage
Continentale Krankenversicherung - Pressemitteilung vom 06.11.2002
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Dortmund. 78 Prozent der gesetzlich Krankenversicherten sind überzeugt: Ihre Situation wird sich angesichts der geplanten Veränderungen der Bundesregierung verschlechtern. Nur 5 Prozent rechnen mit einer Verbesserung. Auch die geplante Anhebung der Versicherungspflichtgrenze ist aus Sicht der Bevölkerung sinnlos.
Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage, die die Continentale Krankenversicherung über das Meinungsforschungsinstitut Emnid durchführen ließ. Bundesweit wurden 1.003 Personen befragt.
Besonders negativ sehen die mittleren Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren die Reformpläne der Regierung. Hier befürchten 86 Prozent eine negative Entwicklung. Unter den 40- bis 59-jährigen rechnen nur 2 Prozent mit einer Verbesserung der Situation. Besonders skeptisch sind auch Menschen mit hoher Bildung und hohem Einkommen.
Anhebung der Versicherungspflichtgrenze bringt nichts
Von der durch die Bundesregierung beabsichtigten Anhebung der Versicherungspflichtgrenze versprechen sich nur 27 Prozent der gesetzlich Versicherten eine nachhaltige finanzielle Entlastung. 67 Prozent gehen hingegen nicht von einer Entlastung aus. Auch hier sind die mittleren Altersgruppen besonders kritisch: 74 Prozent der 30- bis 59-jährigen rechnen nicht mit einer Entlastung.
Angaben zur Befragung:
Befragt wurden 1.003 Personen im gesamten Bundesgebiet im Alter ab 14 Jahren. Instrument: telefonische Mehrthemen-Bus-Befragung. Gestellt wurden die Fragen:
1. Die Bundesregierung plant weitere Veränderungen im Gesundheitssystem. Glauben Sie, dass die Situation für gesetzlich Krankenversicherte in Zukunft besser oder schlechter wird? besser/verändert sich nicht/schlechter
2. Die Bundesregierung möchte den Wechsel in die private Krankenversicherung durch die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze erschweren. Glauben Sie, dass durch diese Maßnahme die gesetzlich Krankenversicherten nachhaltig finanziell entlastet werden? ja, bestimmt/ja, wahrscheinlich/wahrscheinlich nicht/bestimmt nicht




