Inkompetenter Vergleich der Stiftung Warentest

Continentale Krankenversicherung kritisiert Testverfahren

Continentale Krankenversicherung  - Pressemitteilung vom 28.11.2001

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"Die Stiftung Warentest hat mit dem aktuellen Vergleich von Tarifen Privater Krankenversicherer wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass sie bei diesem Thema keinerlei Kompetenz aufweisen kann." Rolf Bauer, Vorstand der Continentale Krankenversicherung, übt harte Kritik an dem in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" 12/2001 veröffentlichten Vergleich. "Bei der Stiftung Warentest versteht man einfach nicht, dass es den Standard-Verbraucher, für den eine Krankenversicherung objektiv gut oder schlecht ist, nicht gibt. Die hier erbrachte Beratungsleistung können wir im Sinne der Versicherten nur mit mangelhaft beurteilen", so Bauer. Hinzu kämen falsche Testkriterien und ein untaugliches Bewertungssystem.

Die Entscheidung für einen Tarif der Privaten Krankenversicherung sei eine höchst individuelle Angelegenheit, die nur auf der Basis ausführlicher persönlicher Beratung möglich sei, betonte Bauer. Dem trage die Stiftung Warentest wie schon in vorhergehenden Vergleichen keine Rechnung. Bauer: "Würde die Stiftung Warentest nach diesem Verfahren Autos testen, bekäme ein Stadtflitzer immer ein 'sehr gut' und eine Langstreckenlimousine ein 'mangelhaft'. Denn die Mindestanforderung, zu fahren und 4 Personen Platz zu bieten, erfüllen ja beide Autos, und der Stadtflitzer ist billiger." In der Privaten Krankenversicherung sei zum Beispiel ein Tarif mit umfangreichen naturheilkundlichen Leistungen für den einen Versicherten sehr gut, wenn er auf diese Leistungen Wert lege. Für den anderen Versicherten sei er schlecht, weil er Leistungen bezahle, die er gar nicht in Anspruch nehme. Vor diesem Hintergrund sei es unseriös, den vermeintlichen Bedarf eines wie auch immer konstruierten Standardversicherten zu nehmen und daran Tarife zu messen.

"Unseriös ist dies besonders angesichts der von der Stiftung Warentest für den angeblichen Standardversicherten aufgestellten Kriterien. Die im Test definierten Leistungen, die als ausreichend erachtet werden, liegen zum Teil unter dem Niveau der Gesetzlichen Krankenversicherung und können kein Maßstab für die Beurteilung hochwertiger Privater Krankenversicherungen sein", betonte Rolf Bauer.

Der Continentale-Vorstand erneuerte auch die Kritik des Versicherers an der Vergabe von Noten durch die Stiftung. Diese Kritik brachte die Continentale bereits 1997 in einem Rechtsstreit mit der Stiftung Warentest zu einem Vergleich von Tarifen der Krankenversicherung vor. Die Stiftung zog in der Folge alle Aussagen zurück, die die Continentale betrafen. "Die Stiftung nimmt einfach die Ergebnisse für alle getesteten Tarife und bildet daraus eine Reihenfolge. Der am höchsten eingestufte Anbieter muss nach dieser Logik immer 'sehr gut' sein, der am niedrigsten eingestufte 'mangelhaft'. Dabei kann durchaus auch der angeblich schlechteste Tarif des Vergleichs noch 'gut' sein. Wie in der Schule: Wenn ein Diktat geschrieben wird, bekommt ein Schüler mit nur einem Fehler ja auch nicht automatisch ein 'mangelhaft', nur weil alle anderen gar keinen Fehler hatten, sondern die Note, die seiner Leistung angemessen ist", erläuterte Rolf Bauer.

Aber zumindest einen positiven Aspekt konnte Rolf Bauer dem Vergleich abgewinnen: "Wir haben die Stiftung Warentest davon überzeugt, dass sie unsere BUSINESSLINE-Tarife nicht in den Vergleich aufnehmen können, weil diese durch die einzigartige Pauschalleistung nicht mit anderen Tarifen vergleichbar sind." Bei diesen Tarifen bekommen Versicherte bereits nach einem leistungsfreien Jahr eine garantierte Pauschalleistung in Höhe von drei Monatsbeiträgen, nach vier Jahren sind es sechs Monatsbeiträge. Für Arbeitnehmer bedeutet dies die Krankenversicherung zum Nulltarif. "Die Stiftung hat sich allerdings nur auf die Pauschalleistung als Möglichkeit bezogen, Geld vom Versicherer zu bekommen. Die eigentliche Stärke der Tarife hat sie nicht erkannt. Die Pauschalleistung führt nämlich zu einem besonders gesundheits- und kostenbewussten Verhalten der Versicherten – und damit zu ungewöhnlich stabilen Beiträgen. Davon profitieren nicht nur gesunde Menschen, die keine Leistungen abrechnen, sondern auch Kranke", so Rolf Bauer.

Im Gegenzug zur Nichtberücksichtung der BUSINESS-LINE-Tarife erhob die Stiftung Warentest verdeckt die Vergleichszahlen für einen anderen Tarif der Continentale, der für alle Zielgruppen mit "ausreichend" beurteilt wurde. Bei dem für eine Private Krankenversicherung wichtigsten Kriterium Beitragsstabilität wird der Tarif deutlich besser als viele Wettbewerber eingestuft. Rolf Bauer: "Die Leistungen des Tarifs gehen – zu einem angemessenen Beitrag – weit über die von der Stiftung Warentest gestellten Vergleichsanforderungen hinaus. Nach der eigentümlichen Logik der Stiftung wurde der Tarif unter dem Aspekt Preis-Leistungs-Verhältnis weniger gut beurteilt, weil gute Leistungen eben einen fairen Preis erfordern und nicht zum Beitrag von Tarifen auf GKV-Niveau angeboten werden können. "


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