Bevölkerung glaubt nicht an Umsetzung der Gesundheitsreform

Keine Opferbereitschaft für zukunftssicheres Gesundheitswesen

Continentale Krankenversicherung  - Pressemitteilung vom

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Die Mehrheit der Deutschen glaubt nicht daran, dass die Gesundheitsreform in der derzeit diskutierten Form umgesetzt wird. Letztendlich werde es eine völlig andere Lösung geben. Dies ist ein Ergebnis einer repräsentativen Befragung der Continentale Krankenversicherung in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest. Die Pläne für die Gesundheitsreform werden nach wie vor von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. Zu persönlichen Einschnitten für ein zukunftssicheres Gesundheitswesen ist die Bevölkerung mehrheitlich nicht bereit.

Die Continentale beobachtet die Einstellung der Bevölkerung zur Gesundheitsreform seit Mai 2006 monatlich mit bundesweit repräsentativen Befragungen. An eine Umsetzung der Gesundheitsreform in der aktuell diskutierten Form glauben nur 38 Prozent der Bevölkerung. 56 Prozent gehen davon aus, dass es eine andere Lösung geben wird. Bei Männern ist die Skepsis mit 61 Prozent wesentlich stärker ausgeprägt als bei Frauen mit 50 Prozent. Ferner gilt: Je höher die formale Bildung der Befragten, desto weniger glauben sie an eine Umsetzung der Reform. So gehen nur 46 Prozent der Befragten mit Hauptschulabschluss davon aus, dass die Reform nicht umgesetzt wird, aber 66 Prozent der Befragten mit Abitur.

Beurteilung der Gesundheitsreform im August

Persönliche Einschnitte für ein zukunftssicheres Gesundheitswesen würden 41 Prozent der Bürger hinnehmen. 57 Prozent lehnen Einschnitte ab. Besonders deutlich ist die Ablehnung bei Ostdeutschen (65 Prozent) und Frauen (62 Prozent). Eine Mehrheit, die zu Einschnitten bereit ist, gibt es nur bei Befragten mit Abitur (57 Prozent) und einem Haushaltsnettoeinkommen von 2.500 Euro oder mehr (52 Prozent).

Von der Gesundheitsreform erwartet nach wie vor eine Mehrheit der Bevölkerung negative Auswirkungen für das Gesundheitswesen und für sich selbst. 71 Prozent gehen von negativen Folgen für das Gesundheitswesen aus, nur 16 Prozent rechnen mit positiven Ergebnissen. 9 Prozent rechnen mit keinen Effekten. Im Juli waren 74 Prozent von negativen Auswirkungen ausgegangen, im Mai und Juni jeweils 71 Prozent.

Für sich persönlich rechnen 67 Prozent mit negativen Auswirkungen. 12 Prozent erwarten positive Effekte, 18 Prozent gar keine. Im Juli hatten 65 Prozent negative Auswirkungen erwartet - nach 68 Prozent im Juni und 62 Prozent im Mai.

Befragt wurden in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest bundesweit 1.284 Personen im Alter ab 25 Jahren. Befragungszeitraum war vom 1. bis 3. August.

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